Schimmel im Gebäude ist kein Naturgesetz. Er entsteht, wenn Feuchte nicht kontrolliert wird, Oberflächen verschmutzen, oder Bauteile dauerhaft auskühlen. Die gute Nachricht: Mit einem klugen Zusammenspiel aus Unterhaltsreinigung, materialgerechter Pflege und gezielter Lüftung lassen sich die meisten Fälle vermeiden – bevor sie teuer werden.
Sie benötigen professionelle Reinigung? Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns, und wir erstellen Ihnen einen maßgeschneiderten Reinigungsplan für Ihr Objekt.
Schimmel vorbeugen im Gebäude:
Reinigung, Lüften, Feuchte – der Praxisleitfaden

Was begünstigt Schimmel – und wo entsteht er zuerst?
Schimmelpilze lieben Feuchtigkeit und Nährstoffe. In Gebäuden finden sie beides dort, wo
- warme, feuchte Luft auf kalte Flächen trifft (Fensterlaibungen, Wärmebrücken),
- Feuchtequellen bestehen (Sanitärbereiche, Küchen, Pflanzen, Aquarien, Kondensat an Kälteflächen, undichte Dichtungen),
- organische Reststoffe an Oberflächen haften (Staub, Hautschuppen, Speisereste, Zellulosefasern).
Typische Hotspots:
- Fensterlaibungen & Rahmen (Kondensation, besonders im Winter)
- Silikonfugen in Sanitärbereichen
- Gipskarton hinter Einbauten / in Ecken mit geringer Luftzirkulation
- Teppiche und textile Beläge bei Feuchteeintrag
- Kühldecken/ Klimageräte mit mangelhafter Wartung

Sauberkeit schafft Sicherheit: Reinigungsroutinen mit Präventionseffekt
Reinigung ist mehr als Optik. Sie entfernt Nährstoffquellen für Mikroorganismen, hält Feuchtephasen kurz und deckt Problemstellen früh auf.
Sanitär, Teeküchen, Fensterlaibungen: Hotspots richtig pflegen
Sanitärbereiche: Tägliche Unterhaltsreinigung mit materialverträglichen, dosierten Reinigern. Fugen und Dichtungen regelmäßig mechanisch reinigen, Spritzwasser entlasten (Abziehen), Putzlappen farbcodiert einsetzen (Kreuzkontamination vermeiden).
Teeküchen: Arbeitsflächen fettfrei, Spülbecken und Abtropfflächen trockenreiben. Mülleimer täglich leeren; Biofilm-Bildung am Siphon prüfen.
Fenster & Laibungen: Kondenswasser zeitnah abwischen. Rahmenprofile und Dichtungen feucht reinigen, anschließend trocknen, damit Feuchte nicht stehen bleibt.
Boden- und Oberflächenpflege: Feucht ja, nass nein
Feuchtwischverfahren statt „nass“: Mikrofaserbezüge gut auspressen. Pfützenbildung fördert Durchfeuchtung von Fugen/ Untergründen.
Dosierung & pH-Wert beachten: Zu viel Reiniger hinterlässt Rückstände (Nährstoff), zu hoher pH kann Materialien schädigen.
Textile Beläge: Regelmäßige Tiefenreinigung (z. B. Sprühextraktion mit kontrollierter Feuchtemenge) plus Trocknungsmanagement.
Möbelrückseiten/ Sockelzonen: Periodisch vorziehen und reinigen – hier staut sich Feuchte, Staub dient als Nährstoff.

Richtig lüften: Stoß- statt Kipplüften, Feuchte im Blick
Stoßlüften (Fenster weit öffnen für kurze Zeit) tauscht Luft effizient aus, ohne Bauteile stark auszukühlen. Kipplüften über Stunden führt oft zu Dauerkondensation an kalten Flächen – ein klassischer Nährboden.
Empfehlungen für Büros:
- 2–4× täglich stoßlüften, je 5–10 Minuten, cross-ventilieren (gegenüberliegende Fenster).
- Nach Feuchtespitzen (Teambesprechung, Küchenbetrieb, Nassreinigung) zusätzlich lüften.
- Innenliegende Bereiche über Lüftungsanlage mit ausreichendem Luftwechsel versorgen; Filter & Kondensat ableiten lassen (Wartung!).
Richtwerte: Temperatur & relative Luftfeuchte
- Relative Luftfeuchte: 40–60 % als Zielkorridor.
- Raumtemperatur: 20–22 °C im Büroalltag (je nach Nutzung/Bauphysik).
- Monitoring: Einfache Hygrometer bzw. Datenlogger schaffen Transparenz. Grenzwerte definieren und sichtbar machen (z. B. am Whiteboard in Teeküchen).
Saisonale Besonderheiten
- Winter: Kalte Außenluft nimmt beim Erwärmen innen viel Feuchte auf – Stoßlüften ist besonders effektiv. Achte auf kurze, intensive Lüftungsintervalle, um Auskühlung von Bauteilen zu vermeiden.
- Sommer: Warme, feuchte Außenluft kann in kühlen Räumen zu Kondensation führen (Kellergeschosse, klimatisierte Bereiche). Dann morgens/abends lüften, wenn die Außenluft trockener ist, oder entfeuchten.

Materialkunde: Gipskarton, Silikonfugen, Teppich & Co.
- Gipskarton / Dispersionsanstriche: Feuchte sensibel; bei durchnässten Stellen früh handeln, ggf. Bauteil öffnen lassen. Oberflächliches Abwischen reicht nicht, wenn die Durchfeuchtung bereits erfolgt ist.
- Silikonfugen: Mikrostruktur begünstigt Biofilm. Mechanische Reinigung + materialgeeignete Reiniger; bei tiefem Befall Fuge erneuern.
- Mineralische Putze/ Fliesen: Unempfindlicher, aber Fugen sind kritisch. Feuchte kurz halten, Wasser abziehen.
- Teppich/ Textil: Rasche Trocknung nach Feuchteeintrag. Bei Geruchsentwicklung oder punktuellem Befall Fachreinigung.
Warnsignale erkennen: Wann der Profi ran muss
Frühe Indikatoren: muffiger Geruch, Schattenbildungen an Raumecken, dunkle Punkte an Fugen/Laibungen, kondensierende Scheiben schon bei moderaten Außentemperaturen.
Faustregel zur Einordnung: Bei größeren Flächen (z. B. > 0,5 m²) oder wiederkehrendem Befall trotz Maßnahmen sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden. Gleiches gilt bei Verdacht auf Durchfeuchtung von Bauteilen oder gesundheitlichen Beschwerden. (Orientierungswert, keine Rechts-/Gesundheitsberatung.)

Praxis-Checkliste: 10 To-dos gegen Schimmel
- Feuchtequellen identifizieren: Sanitär, Küchen, Pflanzen, Kühldecken, Kältebrücken.
- Reinigungsplan aktualisieren: Hotspots (Fugen, Laibungen) fix einplanen – inkl. Trockenschritt.
- Mikrofasersystem + Dosierung: Material- & pH-gerecht, keine Übernässung.
- Stoßlüftungsroutine definieren: Zeiten, Zuständigkeiten, Dokumentation.
- Hygrometer installieren: 40–60 % als Ziel, Grenzwerte sichtbar machen.
- Kondenswasser sofort entfernen: Fenster/Dichtungen täglich prüfen (Winter).
- Mobiliar abstandhalten: 5–10 cm von Außenwänden; Luftzirkulation sichern.
- Textilpflege planen: Periodische Tiefenreinigung + Trocknungsmanagement.
- Wartung koordinieren: Lüftungsanlagen, Klimageräte, Dichtungen, Silikonfugen.
- Meldekette festlegen: Wer reagiert wie schnell bei Geruch/ Flecken/ Feuchtealarm?
Mit unseren Dienstleistungen bleibt Schimmel in Ihrem Gebäude kein Thema.
Wir kombinieren präventive Unterhalts- und Grundreinigung mit klaren Lüftungsroutinen und Feuchtemonitoring – abgestimmt auf Nutzung, Materialien und Budget.
Kontaktieren Sie uns, und wir erstellen Ihnen einen maßgeschneiderten Reinigungsplan für Ihr Objekt. Wir beraten Sie gerne.
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